2. Wiernsheimer Kugel-Cup (21. bis 22.05.2016)

Am Samstag und Sonntag, dem 21. Und 22. Mai 2016, fand das zum zweiten Mal ausgerichtete Leistungsklassen-Turnier in Wiernsheim statt. Bei, wie bestelltem, bestem Wetter fanden sich knapp 50 Spieler auf dem Vereinsgelände der Tennisfreunde Wiernsheim ein. Durch einer Mischung aus Mundpropaganda und weiteren Marketing-Maßnahmen konnte eingegangene Anmeldungen, als auch das Spielniveau des Turniers im zweiten Jahr nochmals deutlich gesteigert werden.
Auch die Tennisfreunde waren mit insgesamt 5 Spieler beim Turnier vertreten. Unser bester Mann, Nils Kling, trat als einziger in der Klasse Herren A an (LK 5-12).
Nils erwischte mit seinem ersten Gegner, Andreas Dietrich vom TC Weilheim, einen auf dem Blatt Papier machbaren Gegner. Der in diesem Jahr sehr frisch wirkende Wiernsheimer konnte früh in Führung gehen und mit druckvollem Spiel den Gegner in die Defensive zwingen. Somit war dann das Endergebnis (6:3 6:2) hochverdient. Im zweiten Samstagspiel bekam er es mit einem deutlich anderen Kaliber mit Namen Oliver Singh Virk zu tun. Der auf dem Wolfsberg spielende Pforzheimer war ab dem ersten Ballwechsel hochkonzentriert und traf „einfach alles“, wie Nils später konstatierte. Er verwickelte unseren Publikumsliebling in lange Ballwechsel und spielte seine gute physische Kondition und seine Treffsicherheit aus. Zudem haderte Nils gelegentlich mit seinem Aufschlag, mit dem er normalerweise mehr Durchschlagskraft und damit mehr „einfache Punkte“ erzwingt. Nach dem ersten Satz (1:6) gab es dann überraschend eine Verletzungspause: Der Wolfsberger Gegner hatte immer stärkere Schmerzen im Handgelenk. Nach der Pause verlor er den zweiten Satz mit 0:6 glatt und versuchte nochmals im entscheidenden Match-Tiebreak anzugreifen.
Nach dem zweiten Ballwechsel war dann allerdings Schluss, die Schmerzen waren zu stark. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.
Damit zog Nils Kling gegen einen Karlsruher Freund aus Studienzeiten, Marc Endres, ins Halbfinale ein.
Der 41-jährige und ehemalige Nummer 303 der deutschen Rangliste machte Nils ab dem ersten Ballwechsel das Leben schwer. In langen Ballwechseln, in denen beide alles hineinwarfen behielt häufiger der in Söllingen spielende Endres die Oberhand. Der erste Satz wurde mit einem Break in der Mitte des Satzes entschieden (6:3). Auch im umkämpften zweiten Satz spielte Endres konstant gut weiter, machte mehr „big points“ und zog mit 6:2 ins Finale ein.
Marc Endres wurde dann auch der verdiente spätere Turniersieger und siegte im Finale gegen Andreas Epple vom TC Weilheim.

Bei den Herren B (LK 10-18) traten die Tfr Wiernsheim mit Rafael Schwarz an.
Nach der Auslosung war sofort klar, welche Brisanz sein erstes Match haben wird. Auf der anderen Seite des Platzes stand Patrick Merkle, Nummer 2 des TC Oberderdingen. Oberderdingen? Da war doch was. Bereits zweimal vereitelte ihre Mannschaft den Aufstieg der Wiernsheimer Herren I. Auch diesmal sollte der Fluch nicht gebrochen werden. Der gut aufgelegte Pinacher blieb im ersten Satz dicht dran, verlor aber knapp mit 4:6. Allerdings zog er daraus die richtigen Schlüsse für den folgenden Satz, minimierte seine Fehlerquote und profitierte vom wackelnden Gegner. Somit ging der zweite Satz mit 6:1 deutlich an Rafael. Im Match-Tiebreak hatte er auch wieder den besseren Start erwischt, zog mit 5:2 weg. Der für dramatische (andere würden sagen leichtsinnig vergebene) Punkte im Endspurt bekannte Spieler der Tennisfreunde verlor die folgenden sechs Punkte, der Gegner übernahm wieder die Führung. Anschließend kämpfte er sich wieder mit 9:8 zurück, konnte den folgenden Matchball allerdings nicht verwandeln. Mit einem Doppelfehler gab er das Match anschließend zum 9:11 Endstand ab und flog aus dem Hauptfeld.

Der amtierende Sieger der Herren C-Konkurrenz, Dennie Rothbächer aus Wiernsheim, konnte wegen seiner Prüfungsphase im Studium leider nicht antreten. Dafür versuchten mit Thomas Nippa, Marcel Luksch und Roland Filips gleich drei Wiernsheimer, den Pokal im eigenen Verein zu behalten.
Es gab nur ein Problem: Die Gegner wollten auch gewinnen und zeigten dies deutlich. Thommy, der noch Trainingsrückstand hat, verlor sang- und klanglos mit 3:6 2:6. Roland verlor parallel gegen den späteren Turniersieger Niklas Wilhelm aus Wurmberg mit 2:6 5:7.
Unser aktuell bester Jugendlicher Marcel Luksch konnte sich gegen seinen Wurmberger Kontrahenten leider knapp nicht durchsetzen und verlor in einem ausgeglichenen Match mit 6:4 1:6 10:7. Lediglich im zweiten Satz stiegen bei ihm die sogenannten „unforced errors“, also vermeidbare Fehler, stark an. Damit hat es weder bei den Herren B, noch bei den Herren C ein Wiernsheimer in die zweite Runde geschafft. Man kann klar von einem „Anspruch verfehlt“ sprechen.

Die Besonderheit an unserem Turnier lag darin, dass es nach einem Erstrunden-Aus nicht sofort vorbei war. In der Nebenrunde war es möglich, sich in drei weiteren Spiele vorzukämpfen. In dieser Nebenrunde landeten Rafael, Roland und Marcel. Thommy trat zur Nebenrunde aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an. Rafael gewann das erste Spiel der Nebenrunde mit 6:0 6:4 gegen den mit 56 Jahren dienstältesten Teilnehmer des Turniers. Im Halbfinale der Nebenrunde ging es dann gegen Daniel Laws aus Söllingen. In einem Match, das vom selbstkritischen Wiernsheimer als „eines seiner besten Spiele überhaupt“ bezeichnet wurde, setzte sich trotzdem der Söllinger durch. Typisch war mal wieder das Ergebnis: 6:4 1:6 8:10. Wir können nur hoffen, dass unsere Nummer 3 für die anstehende Saison aus den Niederlagen die richtigen Schlüsse zieht, um diese so entscheidenden zwei Punkte mehr zu machen.
Bei den Herren C spielten die zwei verbleibenden Wiernsheimer im Halbfinale gegeneinander. Das „Spiel der Generationen“ konnte Marcel mit 7:5 3:6 10:7 äußerst knapp für sich entscheiden.
Im Folgenden Finale der Nebenrunde ging es gegen Markus Wunsch aus Wurmberg. Nach einem verschlafenen Start des Wiernsheimers konnte Wunsch den ersten Satz schnell mit 6:1 für sich entscheiden. Marcel reagierte gut auf den Schock, gewann den zweiten Satz verdient mit 6:3. Im Match-Tiebreak sah es lange sehr ausgeglichen aus, bis eine kurze Schwächephase für Marcel das Ende bedeutete (7:10).

Während des gesamten Turniers waren zahlreiche Zuschauer und Vereinsmitglieder auf der Anlage, die die Spieler tatkräftig unterstützten. Auch wegen der erstklassigen Bewirtung mit Kaffee und Kuchen, Schnitzel, Penne Napoli, einem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit musikalischer Begleitung am Klavier und, und und. Ein riesiges Dankeschön geht daher an das Bewirtungsteam!

Ohne finanzielle Mittel wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen. In unserem Fall wurde diese „Spritze“ von der hiesigen Firma Kugel Präzisions-Drehteile GmbH bereitgestellt. Die Vorstandschaft sowie die Turnierorganisation bedanken sich dafür recht herzlich. Ohne solch großzügige Hilfe sind  ambitionierte Projekte wie dieses für einen Verein unserer Größe nur schwer zu realisieren.

In solchen Projekten steckt unglaublich viel Arbeit. Was als „wilde Idee“ anfing, hat durch unser Organisationsteam um Nils Kling, Irena Nonnenmann und Sven Becker Kontur und Inhalt bekommen. Das völlig reibungslos funktionierende Turnier konnte nur durch euer ehrenamtliches Engagement umgesetzt werden. Vielen Dank dafür!

 

Ein weiteres Dankeschön geht an die vielen Helfer, die solch ein Turnier erfordert. Ob es um Helferplan erstellen, bedienen, kochen, den Platz warten oder anderes ging, ihr habt alle einen super Job abgeliefert!