1. Wiernsheimer Kugel-Cup (30. bis 31.05.2015)

Am Samstag und Sonntag, den 30. Und 31. Mai 2015, fand das erste LK-Turnier seiner Art in Wiernsheim statt. Trotz widriger Bedingungen am Samstagmorgen fanden sich knapp 50 Spieler auf dem Vereinsgelände der Tennisfreunde Wiernsheim ein. Durch gut durchdachte Werbemaßnahmen gelang es auf Anhieb, die drei Klassen à 16 Teilnehmer zu füllen.
Auch die Tennisfreunde waren mit insgesamt 8 Spieler beim Turnier vertreten. Unser bester Mann, Nils Kling, trat als einziger in der Klasse Herren A an (LK 5-12). In seinem ersten Spiel sah man ihm leider sehr die Belastung der letzten Wochen durch die Turnierplanung an und den verletzungsbedingten Trainingsrückstand im Winter. Er agierte ungewöhnlich passiv und ließ sich von seinem sehr jungen Gegner das Spiel aufzwingen. Dieser gewann dadurch auch den ersten Satz mit 7:6 im Tie-Break. Im zweiten Satz und im Champions Tie-Break (ersetzt den dritten Satz) schaltete er zwei Gänge hoch und gewann diese mit 6:0 und 10:5 gegen den erst 17-jährigen Vaihinger. Sein zweiter Gegner, Nico Egger vom TC Plochingen, bedeutete leider schon das Ausscheiden unseres Publikumslieblings. Nach zwei hart umkämpften Sätzen, die aus Nils‘ Sicht 7:5 und 4:6 ausgingen, konnte er den entscheidenden Match Tie-Break nicht gewinnen und  verlor mit 10:5.
Späterer Turniersieger wurde der topgesetzte Torsten Ockernahl vom TC Pforzheim. Er gewann deutlich mit 6:2 und 6:0 gegen den an Platz 4 gesetzten Andreas Epple vom TC Owen.

Bei den Herren B (LK 10-18) traten die Tfr Wiernsheim mit drei Spielern an.
Tobias Weber bekam es mit dem starken Patrick Wunsch aus dem Nachbarort Wurmberg zu tun. Trotz Kampf gelang es Tobi nicht, über ein 1:6 1:6 hinauszukommen. „Vergeltung“ für das Erstrundenaus nahm im folgenden Viertelfinale unser Andreas Schubert, der ähnlich deutlich mit 6:1 und 6:2 gegen den Wurmberger gewann. Auch in der nächsten Runde gewann Andy mit Leichtigkeit gegen einen „alten Bekannten“, Rene Kälber vom TC Enzberg. Der Linkshänder, der mit seinen druckvollen Schlägen für jeden Spieler ein Problem darstellen kann, verlor sang- und klanglos 0:6 und 1:6. Mit dieser Demonstration der Macht zog Andy mit insgesamt 4 verlorenen Spielen ins Finale ein (Bestwert!). Dort bekam er es mit Oswald Beham vom FTSV Bad Ditzenbach zu tun, der 2 verlorene Spiele mehr benötigte, um das Finale zu erreichen. Damit war klar, es würde spannend werden. Beham startete deutlich besser und zog gleich mit mehreren Spielen Vorsprung davon. Dies sollte sich durch das gesamte Finale ziehen. Andy rannte permanent einem Rückstand sowohl im ersten als auch im zweiten Satz nach und wurde vom unglaublich sicheren Gegenspieler zu mehr Risiko gezwungen. Dies führte leider nicht zur gewünschten Durchschlagskraft, sondern zu mehr Fehlern. Das daraus resultierende Ergebnis, 6:3 und 6:1 gegen Andy bescherte Beham den Turniersieg.
In der unteren Hälfte des Turnierbaums versuchte, parallel zu Tobi und Andy, Rafael Schwarz sein Glück. Der Pinacher bekam mit einem Gegner der Leistungsklasse 16 einen auf dem Papier machbaren Gegner. Es sollte sich allerdings herausstellen, dass der 4 Jahre jüngere Marc Gairing vom TC Bissingen sich mit tollem Tennis und Siegeswille bis ins Halbfinale spielen würde, in dem er allerdings vom späteren Turniersieger mit einer sogenannten „Brille“ (0:6, 0:6) gestoppt wurde. Gegen den schwach spielenden Rafael gewann er 6:2 6:4. Lediglich im zweiten Satz konnte man ernsthafte Gegenwehr erkennen.
Die Besonderheit an unserem Turnier lag darin, dass es nach einem Erstrunden-Aus nicht sofort vorbei war. In der Nebenrunde war es möglich, sich in drei weiteren Spiele vorzukämpfen. In dieser Nebenrunde landeten Tobi und Rafael. Durch zurückziehen der beiden Gegner zog Tobi kampflos ins Finale der Nebenrunde ein. Rafael gewann das erste Spiel der Nebenrunde mit 6:3 und 6:3 gegen Falk Wegener, klagte allerdings über Schmerzen in den Schultern. Diese wurden während seines zweiten Spiels schlimmer. Gegen den späteren Gewinner der Nebenrunde Andreas Achleitner, der in der ersten Runde von Rene Kälber mit einem Achtungserfolg aus der Hauptrunde gekegelt wurde, verlor Rafael nach viel Wille aber durchwachsenem Tennis mit 3:6 und 2:6. Hinterher gab er zu, dass aufgeben die klügere Option gewesen wäre. Auch Tobi tat sich gegen den Gegner aus Weil der Stadt im Finale schwer und verlor letzten endlich klar mit 4:6 und 1:6.

In der schwächsten Klasse, der Herren C (LK 16-23), starteten 4 Wiernsheimer.
Nach der Auslosung war allerdings klar, in die zweite Runde würden maximal 3 Wiernsheimer einziehen. Durch Lospech musste der erst seit 2 Jahren spielende Dennis Ballsieper gegen unser Jungtalent Marcel Luksch ran. Marcel, der erst im Halbfinale gestoppt werden konnte, machte kurzen Prozess und zog mit 6:2, 6:1 ins Viertelfinale ein. Der samstags blendend aufgelegte Marcel lies auch den an Platz 1 gesetzten Gegner Jens Rückert aus Wurmberg im Viertelfinale alt aussehen (sie lagen auch 19 Jahre auseinander, Anm. d. Red.). Mit 6:0 und 6:3 beendete er den ersten Turniertag. Nicht weniger erfolgreich agierte Dennie Rothbächer in der unteren Hälfte des Turnierbaums. Mit nur 8 verlorenen Spielen zog er wie Marcel ins Halbfinale ein. Auf seinem Weg dahin schlug er den Wurmberger Niklas Wilhelm und den für Tiefenbronn spielenden Alexander Hoffmann, der in der ersten Runde den für Wiernsheim spielenden Andreas Ade denkbar knapp mit 7:6, 5:7 und 10:8 aus der Hauptrunde kegelte. Diese bittere Pille schluckte Andy ohne bleibende Schäden (eventuell auch wegen der obligatorischen „Zigarette danach“ sowie einem Hefeweizen, die neben dem Platz bereits auf ihn warteten).
Tag 2 begann mit den Halbfinals der Herren C, die zeitgleich begannen aber stark zeitversetzt aufhörten. Vor dem Spiel motivierten sich die beiden Teamkameraden Dennie und Marcel mit der Aussage „Einer von uns holt den Pott!“ Dies sollte sich auch bewahrheiten. Während Dennie mit gewohnter Ruhe und Stabilität gegen den Kornwestheimer Tziortzidis ans Werk ging, versuchte der unerfahrenere Marcel es mit dem bisher bewährten Rezept, ab dem ersten Schlag viel Druck auf seinen Gegner, Kristian Kemmler vom BTG Balingen, auszuüben. Leider konnte er an die gestrige Präzision nicht anknüpfen und geriet schnell in Rückstand. Unser sehr fahrig agierender Youngster war nun der Druck, der auf ihm lastete, anzusehen. Seine Souveränität, die er das Turnier über ausstrahlte, war leider verschwunden. Der clever spielende Gegner nutzte dies gnadenlos und gewann, trotzdem überraschend, klar und zügig mit 6:0 und 6:1.
Auf dem Nebenplatz ging es deutlich enger zu. Auch Dennie war die Nervosität, beim Heimturnier im Halbfinale unter den Augen der Teamkameraden, den Freunden und der Familie zu spielen, anzumerken. Auch er hatte einen cleveren Gegner, der nicht auf direkte Punkte, sondern auf Fehler des Gegners hinarbeitete. Diese Konstellation führte zum ersten Satzverlust von Dennie in diesem Turnier, er unterlag knapp im Tie-Break. Dieser Satzverlust führte allerdings zu einer Initialzündung bei ihm. Merklich sicherer und fordernder ging er im zweiten Satz zu Werke und gewann diesen deutlich mit 6:1. Auch im alles entscheidenden Champions Tie-Break behielt er die Nerven und rang mit 10:8 seinen Gegner nieder. Nach einer längeren Pause, in der die Halbfinals der anderen Klassen ausgespielt wurden, ging es gegen den Gegner, der vorher Marcel ausschaltete. Trotz des langen Spiels im Halbfinale wirkte Dennie gut erholt und machte kurzen Prozess mit seinem Gegner. Mit 6:2 und 6:3 gewann er verdient das Finale und ist somit der 1. Wiernsheimer, der den Kugel-Cup gewinnen konnte. Gratulation an dich!
Während des gesamten Turniers waren zahlreiche Zuschauer und Vereinsmitglieder auf der Anlage, die die Spieler tatkräftig unterstützten. Auch wegen der erstklassigen Bewirtung mit Kaffee und Kuchen, Schnitzel, Grillgemüse, Thüringer Bratwürsten und, und, und blieben einige länger als geplant.
Ein riesiges Dankeschön geht daher an das Bewirtungsteam!

Ohne finanzielle Mittel wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen. In unserem Fall wurde diese „Spritze“ von der hiesigen Firma Kugel Präzisions-Drehteile GmbH bereitgestellt. Die Vorstandschaft sowie die Turnierorganisation bedanken sich dafür recht herzlich. Ohne solch großzügige Hilfe sind  ambitionierte Projekte wie dieses für einen Verein unserer Größe nur schwer zu realisieren.

In solchen Projekten, vor allem bei der Erstausführung, steckt unglaublich viel Arbeit. Was als „wilde Idee“ anfing, hat durch unser Organisationsteam um Nils Kling, Irena Nonnenmann und Sven Becker Kontur und Inhalt bekommen. Das völlig reibungslos funktionierende Turnier konnte nur durch euer ehrenamtliches Engagement umgesetzt werden. Vielen Dank dafür!

Ein weiteres Dankeschön geht an die vielen Helfer, die solch ein Turnier erfordert. Ob es um Helferplan erstellen, bedienen, kochen, den Platz warten oder anderes ging, ihr habt alle einen super Job abgeliefert!

 

Nun gilt es, die Schlüsse aus den ersten Spielen der Saison zu ziehen, um sich für den kommenden Saisonstart optimal vorzubereiten.